Dienstag auf Mittwoch bekam ich Besuch von meiner besten Freundin + Freund, Heike und Pierre, aus Freudental. Hab mich natürlich ziemlich gefreut, erst recht, als die beiden dann irgendwann gegen 18h auch endlich da waren.
Trotz aufziehenden Unwetters wollten wir noch nach München reinfahren (mit der U-Bahn) und bisschen was angucken. Relativ luftig bekleidet (T-Shirts, kurze Hosen), allerdings wenigstens mit Schirmen gingen wir raus. Das heißt... Pierre und Heike gingen raus (aus der Wohnungstür), mir fiel auf, dass ich meinen Geldbeutel im Wohnzimmer vergessen habe. Also schnell den Geldbeutel gesucht, weil die beiden anderen ja schon unten warteten. Als ich ihne dann endlich hatte, bin ich schnell raus und zog die Tür hinter mir zu.
##Rückblende##
Ich habe, seit ich meine eigene Wohnung habe, die Angewohnheit, den Hausschlüssel von innen ins Schloss zu stecken, um ihn auch immer gleich zu sehn, wenn ich die Wohnung verlasse, so auch an diesem Tag. Da Pierre und Heike die Wohnung zuerst verlassen haben, fiel mir der Schlüssel leider nicht auf.
##Back to Story##
Genau in dem Moment, als die Tür ins Schloss fiel, schoss mir der Gedanke "Der Schlüssel steckt noch von innen im Schloss!" in den Kopf - leider zu spät. Ein Versuch, mit ner Plastikkarte aus dem Geldbeutel die Türe zu öffnen, erwies sich als aussichtslos: Karte zu dick und zu kurz. Mir fiel allerdings ein, dass meine Vermieterin noch einen Ersatzschlüssel hat. Also kurzerhand die gute Frau angerufen und ausgemacht, dass ich den Schlüssel bei ihr abholen kann. Wie es der Zufall (oder Schicksal? oder Muphy?) so wollte, lag der Autoschlüssel natürlich oben in der Wohnung. Auch Pierre ließ seinen Autoschlüssel in der Wohnung. Juhu... -.-
Uns blieb also nichts anderes übrig, als mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Bahnhof bei meiner Vermieterin zu fahren. Da ich selbst nur ne Monatskarte für den Innenraum habe, der Bahnhof aber im Außenraum lag, musste ich mir noch zusätzlich ein Außenraumticket kaufen. Die beiden anderen kauften sich ne Partnerkarte. Im Zug fiel Heike dann auf, dass das Partnerticket für bis zu fünf Personen gültig war. Naja, im Laufe des Tages sollte sich noch zeigen, dass das nicht das letzte Geld war, das ich mehr oder weniger aus dem Fenster schmiss.
Am Ostbahnhof (wo wir umsteigen mussten) angekommen, warteten wir auf den Zug... und warteten... und warteten... Durch das Unwetter kam unser Zug dann ne viertel Stunde später. Da ich der Vermieterin bereits die planmäßige Ankunft durchgab, musste ich nochmal anrufen und Bescheid sagen, dass ich mich wegen der Verspätung einfach kurz vor Ankunft melde.
Nachdem wir endlich am Bf ankamen und ich den Schlüssel in Empfang nahm, mussten wir nur 20min warten, bis der nächste Zug fuhr. Der kam ausnahmsweise auch mal pünktlich und ließ uns am Giesinger Bahnhof sogar raus, wo wir in den Zug nach Perlach einstiegen... verzeihung: einsteigen wollten! Das hatte sich nämlich erledigt, weil die Anzeigetafel am Bahnhof uns in strahlendem Blau verkündete:
++ Zug fällt aus ++
Also schnell ne Alternativverbindung mit der U-Bahn ausgesucht und ab zum Bahnhof Neuperlach Süd, zu dem wir zuvor bei der Hinfahrt auch schon mit dem Bus gefahren sind. Dort kamen wir leider 3min nachdem der Bus planmäßig abfuhr. Allerdings fuhr dann doch noch ein Bus mit der entsprechenden Liniennummer an die Haltestelle. Wir sind also eingestiegen und fragten den Busfahrer vor der Abfahrt, ob er in unsere Richtung fahren würde. Dies verneinte er leider. Also stiegen wir wieder aus und entschieden uns dafür, durch den Regen nach Hause zu laufen (waren ja nur ca. 15min Fußmarsch). Während wir mit unseren Regenschirmen, die bei Wind von allen Seiten recht wenig nützen, nach Richtung Wohnung liefen, fuhr der Bus von eben an uns vorbei... In genau die Richtung, in die wir fahren wollten... Arschloch-Busfahrer!
Ziemlich durchnässt (hatten ja immer noch die sommerliche Kleidung an, da wir ja nicht mehr zurück in die Wohnung konnten, um uns umzuziehen) kamen wir an meiner Wohnung an, öffneten die Haustür (zumindest war der Schlüssel der richtige ;-) ) und gingen in den 1. Stock zu meiner Wohnung. Nochmal zur Erinnerung: ich hatte die Angewohnheit, den Schlüssel immer von innen ins Schloss zu stecken. Dies ist ja zum Aufschließen von außen kein Problem, wenn man ein Doppelzylinderschloss besitzt oder einfach der Schlüssel gerade im Schloss steckt, sodass man ihn von draußen ein Stück weit rausschieben kann.
...nein, ich habe kein Doppelzylinderschloss...
...nein, der Schlüssel steckte nicht gerade...
Somit blieb nur noch die letzte Option übrig: Schlüsseldienst. Abends um 21h kommt das natürlich besonders gut durch Nachtzuschlag usw.! Aber naja, mit dem iPhone und meinem WLAN (ich bin erstaunt, dass es bis vor die Wohnungstür reicht) surfte ich im Internet nach einem Schlüsseldienst und fand auch einen mit Türöffnungen "ab 49€". Also direkt angerufen und man sagte mir, man würde zwischen 20 und 30min brauchen.
...nein, er schaffte es weder in 20, noch in 30min sondern benötigte eine Stunde...
...nein, es kostete keine 49€ sondern 185€...
...ja, der Abend war total für'n Arsch und vor allem für Pierre und Heike tat es mir leid, da diese wegen meiner Schusseligkeit nicht nur nichts von München sahen (außer dem Zugsystem) und dafür auch noch Geld ausgeben mussten für das Ticket, sondern auch, weil sie wegen mir der Kälte und Nässe ausgesetzt waren, was wohl weder für den bereits angeschlagen gewesenen Pierre, noch für die ohnehin (selbst für eine Frau übermäßig) kälteempfindliche Heike ein Vergnügen gewesen ist.
Das nächste mal wird alles besser! :-(
Freitag, 29. Mai 2009
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